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  Sonstiges - [Gedanken] - [Über die GI-Saurier]  
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Über die GI-Saurier
Warum sind GI Systeme immer so schwerfällig
(oder eine Hommage an die Quereinsteiger)

Diese Frage stellt sich in Zeiten von Google Earth oder dem Gegenstück von Microsoft Virtual Earth so oft, dass wir einfach diesen Artikel schreiben mussten. Und wir geben gerne zu: Diese Frage ist absolut berechtigt! Grundlegend handelt es sich um zwei völlig verschiedene Ansätze.

Publikumssysteme, wie die beiden erstgenannten, haben völlig andere Ansprüche und Zielgruppen im Vergleich zu unseren GIS-Nutzern. Punkt.

In Diskussionen schaffen wir es immer die Fragenden davon zu überzeugen, dass ein GIS sich so verhalten muss, wie es dies eben tut. Bei dem Darstellen dieses Sachverhaltes fällt es aber auch dem technisch noch so enthusiastischen Entwickler von GI Systemen selber auf, dass die angeführten Argumente technisch völlig plausibel sind, aber in 96% der Fälle in der Praxis keine Rolle spielen.

Haben wir versagt? Dem ist natürlich nicht ganz so. Die beide Mächtigen haben, den Gesetzen des Marktes folgend, einfach den Belangen der Masse ihr Augenmerk geschenkt. Und diese ist auch gut so.

Welchem begeisterten Benutzer fällt schon auf, dass die Daten nur für bestimmte Zoomebenen dargestellt werden. Oder dass er den Ausschnitt nicht auf den Meter genau festlegen kann. Da wird einfach die nächste passende Kachel (Tile) eingeblendet und gut ist's.

Ebenso ist keine freie Themenwahl möglich (meist Straßenkarte/Luftbilder und fertig).

Und genau hier müssen wir lernen: Machen wir das, was der Nutzer will!

Die Quereinsteigern auf diesem Gebiet haben den Vorteil des Nebenstehenden genutzt und sich nicht mit den technisch verklärten und dem Nutzer völlig unrelevanten Details voller teils künstlicher (bezogen auf die Interessen der meisten Nutzer) Problemen herumschlagen zu müssen und eine ebenso einfache wie publikumswirksame Lösung für das Problem - was uns alle beschäftigt - zu schaffen: der attraktiven Darstellung von Daten mit Raumbezug.

Schnell, einfach und "hübsch".

Mal kurz zur Technik...

Die Darstellung der Daten ist sehr performant. Wesentlicher Grund dafür ist, dass die Welt einfach geviertelt wird. Wo "wir" immer in absoluten Koordinaten denken, wurde hier einfach das Modell "Teile und Herrsche" gewählt (Teile ein großes Problem in beherrschbare Kleine auf). Dabei besteht eine Kachel immer aus einer festen Größe (in Bildkoordinaten) und einer vorgebenden räumlichen Ausdehnung. Damit kommt man zu einer begrenzten (!) Anzahl möglicher Kartenbilder. Der Benutzer ist dabei bei der Wahl seines Kartenausschnitts immer auf ein vielfaches des Viertel der Welt reduziert.

Wir GIS Menschen denken da viel flexibler. Bei "uns" gibt es eine unbegrenzte Anzahl darzustellender Ausschnitte (beliebige Zoomstufen beliebiger Ausschnitte). Damit wird das Präproduzieren und Cachen (Zwischenspeichern) von Daten nahezu unmöglich.

Stellen Sie sich hierzu einen WMS Dienst vor. Der Anwender verschiebt den Ausschnitt um einen Metern, und vergrößert den Maßstab von 1:10000 auf 1:9999, dies ergibt ein völlig neues "Bild". In einem kachelbasierten System würde der Maßstab einfach verdoppelt, der "überstehende" Bildrest optisch verdeckt, fertig.

Je größer der Maßstab wird, desto mehr kehrt der Effekt sich dabei allerdings um. Ein Plus für die GI Systeme (versuchen Sie mal in Virtual Earth eine Darstellung von 1:50 zu erreichen).

Ebenso wird es ein Problem, wenn die Daten aus vielen, einzeln einschaltbaren Ebenen kommen. Dann steigt die Anzahl der vorproduzierten Daten auf eine Vielfaches an.

In einem GI System wird meist jedes Bild mit mehr oder weniger großen Aufwand "von Grund auf" neu gezeichnet. Diese Flexibilität hat eben ihren Preis.

Was lernen wir daraus ...

Es gibt nicht "das beste" System. Gewinnen wird der, der gut kombiniert. Warum Luftbilder von einem schwerfälligen WMS Dienst beziehen, wenn diese sich eh nur alle Monate ändern und der Maßstab nicht so relevant ist? Dann doch lieber schnell und nicht bis 1:50 (wo eh nur Pixel zu sehen sind). Und die ALK, die legen wir einfach drüber!

Der Beweis

So, nach all den vielen Worten können wir auch den Beweis antreten, dass wir uns der Herausforderung stellen (können). Wir haben ein kleines Beispiel eingerichtet (mit geonetz / gast können Sie sich anmelden. Dort kann unser cardo seine wichtige Rolle als zentraler Geodaten Infrastrukturbaustein erneut beweisen. Neben der Ausgabe von OGC Standarddiensten (WMS und WFS) ist jetzt auch das Anbieten von proprietären Diensten möglich. Achja, dieses Feature erhalten alle cardo Kunden kostenlos!

 

05.01.11 (db)
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